Sie sind hier: Projekte / Anlaufstelle gegen sexualisierte Gewalt

Idee und Tat

Ausgabe Februar 2017
Download

Für ein gewaltfreies Leben: Die Anlaufstelle zur Prävention, Hilfe und Schutz vor sexualisierter Gewalt

Der Gesellschaft ein menschlicheres Gesicht zu geben, das ist die Idee vom Roten Kreuz. Sie schlägt sich in einem vielfältigen Engagement für Menschen in Not und den damit verbundenen humanitären Hilfen nieder. Wir verstehen unsere Rotkreuz-Grundsätze aber auch so, uns für den Schutz unserer Mitglieder in unserem Verband einzusetzen.

Seit Anfang 2015 gibt es die neue Anlaufstelle zur Prävention, Hilfe und Schutz vor sexualisierter Gewalt im DRK-Landesverband.  Hier erhalten alle Menschen, ob ehren- oder hauptamtlich in unseren Rotkreuzeinrichtungen in Westfalen-Lippe aktiv, auf ihre brennenden Fragen zum Thema Kindeswohlgefährdung und sexualisierte Gewalt, sachdienliche Antworten.

Bei allgemeinen Fragen zur  Umsetzung der DRK- Mindeststandards zur Prävention vor sexualisierter Gewalt in ihrer Einrichtung oder Rotkreuz-Gemeinschaft, erhalten sie bei uns die notwendigen Informationen. Auch bei Fragen zum Verhalten in unklaren Situationen sexueller Grenzverletzungen, sind wir die richtigen Ansprechpartner_innen. Ist jemand Zeuge eines Vorfalls sexualisierter Gewalt geworden oder gibt es einen Verdacht, erörtern wir mit ihnen den Sachverhalt und entwickeln gemeinsam Lösungswege.

Auch junge Menschen, die selbst Gewalterfahrungen gemacht haben und Opfer geworden sind, können sich mit uns in Verbindung setzen. Wir begleiten und unterstützen sie bei ihren nächsten Schritten auf der Suche nach Hilfe.


Ansprechpartner_innen / Vertrauenspersonen

Carolin Heuwerth
0251/9739-196

Hans-Joachim Mußenbrock

0251/9739-218 

Vertrauenspersonen@DRK-Westfalen.de


 

Welche Funktion haben die Vertrauenspersonen?

Vertrauenspersonen sind zum Schutz des Kindeswohles und zur Prävention vor sexualisierter Gewalt in DRK Westfalen-Lippe berufen. Jeder Mensch in unserem Verband kann sie ansprechen, wenn ihm am Verhalten eines Kindes oder Jugendlichen, einer Betreuerin, eines Betreuers, einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters etwas aufgefallen ist, das nachdenklich stimmt. Unseren Vertrauenspersonen kann man all das sagen, was man beobachtet oder von anderen gehört hat, ohne gleich „offiziell“ ein Amt oder eine Behörde einzuschalten. Sie hören zu und wenn es erforderlich ist, stellen sie  schnellstmöglich einen Kontakt zu einer Fachberatungsstelle, zum Jugendamt oder zur Polizei her, denn dort sorgen geschulte Fachkräfte für eine vertrauliche Beratung und eine fachkundige Hilfe. Selbstverständlich muss niemand den Weg über die Vertrauenspersonen gehen; wer sich direkt an eine Beratungsstelle oder eine Behörde richten möchte, kann das tun. Die Vertrauenspersonen sind allerdings mögliche erste Ansprechpartner um Hilfesuchenden den Weg zu erleichtern und sie zu begleiten.

 

Linksammlung von Facheinrichtungen Schutz vor Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt

•    Kinderschutzambulanz Münster http://www.drk-muenster.de/angebot/kinderschutzambulanz/
•    Zartbitter Münster www.muenster.org/zart-bitter
•    Lebenshilfe Münster www.lebenshilfe-muenster.de
•    Kinderschutzbund Münster http://kinderschutzbund-muenster.de
•    Netzwerk Gewaltprävention www.gewaltpraevention-muenster.de
•    Jugendamt Münster www.muenster.de/stadt/jugendamt
•    Kripo Münster, Opferschutz u. Prävention www.polizei.nrw.de/muenster/artikel__1967.html
•    Ombudschaft Jugendhilfe NRW www.ombudschaft-nrw.de

Downloads

Empfehlungen des Deutschen Vereins zu Führungszeugnissen bei Neben- und ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhilfe
DV-15-12-Fuehrungszeugnissen-bei-Neben-und-Ehrenamtlichen

Empfehlungen zur Einordnung ehrenamtlicher Tätigkeiten
Empfehlung zur Einordnung ehrenamtlicher Tätigkeiten

Verhaltenskodex zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und Selbstverpflichtungserklärung
Muster DRK-Verhaltenskodex und Selbstverpflichtungserklärung

Bescheinigung zur Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses
Muster zur Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses

Vereinbarung mit den Jugendamt
Mustervereinbarung Jugendamt und Jugendverband

Arbeitshilfe: Kein Tabu – gegen sexualisierte Gewalt. Ein Tool zum Erkennen von Anzeichen sexualisierter Gewalt und Entwicklung geeigneter Maßnahmen in der Prävention und Hilfe.
Kein Tabu- Endversion

Handlungskonzept zur Prävention von sexualisierter Gewalt